Bioverfügbarkeit

Was ist Bioverfügbarkeit?

Die Bioverfügbarkeit ist eine pharmakologische Messgrösse, die angibt, zu welchem Anteil ein Wirkstoff unverändert in den menschlichen Kreislauf aufgenommen werden kann, um an den spezifischen Orten im Organismus zu wirken.

Formen der Bioverfügbarkeit

Bei der Verabreichung von Nährstoffen oder Medikamenten über Injektionen (auch: intravenöse Medikamentengabe) können die Inhaltsstoffe zu 100 Prozent vom Körper absorbiert werden, sodass von der absoluten Bioverfügbarkeit gesprochen werden kann. Im Vergleich dazu wird bei anderen Darreichungsformen (z.B. Kapseln, Inhalation) von der relativen Bioverfügbarkeit gesprochen. Bei dieser werden die Substanzen nicht vollständig vom Organismus aufgenommen.

Steigerung der Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit kann durch verschiedene Faktoren vermindert oder gefördert werden. So kann Phosphat (z.B. Kaffee, proteinhaltige Lebensmittel) beispielsweise die Bioverfügbarkeit von Calcium vermindern, während Vitamin D (z. B. durch Sonneneinstrahlung produziert oder durch Lebensmittel wie Meeresfisch, Leber etc. aufgenommen) zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor beiträgt.

Auch die Reinigungsfunktion der Leber sowie der Konsum von Kaffee, Alkohol und Nikotin können die Bioverfügbarkeit vieler Nährstoffe vermindern, da viele Nahrungs- und Genussmittel Substanzen enthalten, die mit den gesunden Nährstoffen um die Aufnahme in den Organismus konkurrieren. Die Vitamine A, D, E und K besitzen hingegen eine höhere Bioverfügbarkeit, wenn sie in Kombination mit etwas Öl oder Fett konsumiert werden, weshalb sie auch als fettlösliche Vitamine bezeichnet werden.

Die Intensität der Bioverfügbarkeit ist somit von zahlreichen Faktoren abhängig, weshalb es nicht möglich ist, Lebensmittel in einer Weise zu kombinieren, dass alle Vitamine und Mineralstoffe ideal absorbiert werden. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung und eine bedarfsdeckende Kombination tierischer und pflanzlicher Lebensmittel kann die Aufnahme von Nährstoffen jedoch ausreichend und positiv gefördert werden.
 

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