Q10

Alternative Bezeichnungen: Coenzym Q10, Ubichinon 10, Ubidecarenon

Was ist Coenzym Q10?

Coenzym Q10 ist ein Ubichinon mit 10 Isopreneinheiten. Zum einen kann das Coenzym Q10 mit der Nahrung aufgenommen werden, zum anderen wird es im Körper aus den Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin oder anderen Coenzymen gebildet. Das Coenzym Q10 kommt vor allem in Zellen vor, in denen besonders viel Energie verbraucht wird, also dem Herzen, den Nieren, der Leber oder Bauchspeicheldrüse. Dabei liegt der Q10-Gehalt im Körper je nach Versorgungslage zwischen 0,5 und 1,5 Gramm.

Wirkung und Funktion von Coenzym Q10

Als Bestandteil der Mitochondrien, die für die Energieproduktion im Organismus zuständig sind, ist Coenzym Q10 eine wichtige Komponente.

Ausserdem ist das Coenzym Q10 an der Wiederverwertung von verbrauchtem Vitamin E beteiligt, das eine Funktion als Antioxidans einnimmt.

Coenzym-Q10-Bedarf und -Zufuhrempfehlungen

Für gewöhnlich wird der Bedarf an Coenzym Q10 über die körpereigene Synthese und die Nahrungsaufnahme gedeckt. Dabei werden nach dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) täglich zwischen zwei und 20 Milligramm Coenzym Q10 mit der Nahrung aufgenommen. Ausserdem wird ein Blutplasmaspiegel von 0,6 bis 1,2 Milligramm pro Liter aufrechterhalten. Genaue Zufuhrempfehlungen für Coenzym Q10 liegen derzeit noch nicht vor. Ernährungsmedizinische Dosierungen liegen je nach Individuum bei 30 bis 120 Milligramm pro Tag.

Coenzym Q10 in Nahrungsmitteln

Das Coenzym Q10 kommt in vielen Lebensmitteln in kleinen Mengen vor. Sardinen sind dabei mit 6,5 Milligramm Coenzym Q10 pro 100 Gramm besonders reich an dem sogenannten Ubichinon 10. Ausserdem enthalten Walnüsse, Sojabohnen, Mandeln, Schweine- (3,25 mg/100 g) und Hühnerfleisch (1,8 mg/100 g) sowie Spinat, Kohl und Knoblauch einen kleinen Anteil an Coenzym Q10.

Coenzym-Q10-Mangel

Mit zunehmendem Alter nimmt die Q10-Konzentration in vielen Geweben nachweislich ab. So liegt der Coenzym-Q10-Gehalt im Herzen älterer Menschen etwa 50 bis 60 Prozent unter dem Wert von Menschen mittleren Alters. Das ist wahrscheinlich damit zu begründen, dass mit zunehmendem Alter der oxidative Stress im Körper zunimmt und Alterungsprozesse beschleunigt werden. Ausserdem kann ein Coenzym-Q10-Mangel durch eine Phenylalanin-Unterversorgung, erhöhten Alkoholkonsum oder eine chronischen Leberzirrhose ausgelöst werden.

Bei einer geringen Coenzym-Q10-Konzentration in den Zellen kann der Körper weniger ATP produzieren, sodass weniger Energie für den Stoffwechsel zur Verfügung steht. Konkrete Hinweise auf Mangelerscheinungen liegen momentan nicht vor, es ist aber bekannt, dass Personen mit koronaren Herzerkrankungen, Herzschwäche oder Lebererkrankungen einen deutlich niedrigeren Coenzym-Q10-Plasmaspiegel aufweisen.

 


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