Maca

Alternative Bezeichnungen: Maca-Wurzel, Macawurzel, Peruanischer Ginseng

Botanische Bezeichnungen: Lepidium meyenii, Lepidium peruvianum

Was ist die Maca-Pflanze?

Die Maca-Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse bzw. Kreuzblütler. Somit zählt ist sie mit Brokkoli, Blumenkohl und auch den Radieschen verwandt. Maca gedeiht nur in den extremen Höhenlagen der peruanischen Anden, wo sie von 2.700 bis zu über 4.000 m Höhe zu finden ist. Das macht sie zu einer der in grössten Höhen wachsenden Nutzpflanzen in der Natur.

Die etwa 20 cm hohen Maca-Pflanzen werden insbesondere wegen ihrer nährstoffreichen Maca-Wurzeln angebaut, welche ein Farb-Spektrum von hellem Gelb bis dunklem Violett umfassen und einen Durchmesser von etwa 5-7 cm erreichen. Da sie in ihrem natürlichen Lebensraum extremen Temperaturschwankungen, kräftigen Winden und einer hohen UV-Einstrahlung ausgesetzt ist, gilt die Maca-Pflanze als sehr widerstandsfähig.

Geschichte und Vorkommen der Maca-Pflanze

Archäologische Funde bestätigen, dass die Maca-Pflanze bereits seit etwa 2.600 Jahren in den peruanischen Anden Südamerikas angebaut wird. Bei den Inkas wurden die Krieger angeblich mit Maca-Wurzeln versorgt, bevor sie in die Schlacht zogen, um ihnen Kraft und Energie für den Kampf zu geben.

Zu Zeiten der spanischen Eroberung wurde die Pflanze als so wertvoll angesehen, dass Macawurzeln sogar als Zahlungsmittel eingesetzt wurden. Im 19. Jahrhundert geriet die Maca-Pflanze in Vergessenheit und stand kurz vor dem Aussterben, bis die peruanische Biologin Gloria Chacon de Propovici sich intensiv der Erforschung der Maca-Wurzel widmete und zahlreiche Studien veröffentlichte, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgten.

Heute wird die Maca-Pflanze von den Bewohnern der Andenregion wieder in grossem Umfang angebaut und nach der Ernte gekocht, getrocknet oder zu Pulver verarbeitet. In Nordamerika, Japan und auch in Europa besteht inzwischen grosses Interesse an den Erzeugnissen aus der Maca-Wurzel, die aufgrund der positiven Erfahrungen mit den zahlreichen Inhaltsstoffe zu den sogenannten „Superfoods“ gezählt wird. Hierzulande kann Maca insbesondere in Form von Pulver und Extrakt sowie als Kapseln oder Presslinge gekauft werden.

Inhaltsstoffe und Wirkung von Macawurzeln

Die Macawurzel gilt als Adaptogen, das heisst, ihre Inhaltsstoffe helfen dem Körper, sich an wechselnde Situationen anzupassen, sich also zu adaptieren. In getrocknetem Zustand besteht die Maca-Wurzel zu etwa 60 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 10 Prozent aus Proteinen und zu knapp 9 Prozent aus Ballaststoffen. Etwa 4 Prozent stellen wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente dar, darunter Kalium, Calcium, Natrium, Magnesium, Jod, Zink, Selen und Eisen.

Dazu kommen hohe Anteile der dreifach ungesättigten Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure sowie der Vitamine B1, B2, B3 (Niacin), B6, C und E. Sekundäre Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel die Phytosterole, sind ebenfalls in den Macawurzeln enthalten, genau so wie die Aminosäure Arginin.

All diese Inhaltsstoffe liegen in der Maca-Pflanze in bester Bioverfügbarkeit vor. Dies bedeutet, dass sie der Organismus besonders schnell und effektiv verwerten kann. So tragen die Vitamine E und C beispielsweise dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin C leistet darüber hinaus einen Beitrag zur normalen Funktion des Immunsystems. Und auch die in der Maca-Wurzel enthaltenen Mineralstoffe spielen bei vielen Abläufen im Organismus eine Rolle. So trägt das in den Wurzeln enthaltene Magnesium etwa zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und Calcium zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne.


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