Kalium

Was ist Kalium?

Kalium stellt mit einem Gesamtgehalt von 140 Gramm einen der mengenmässig am stärksten vertretenen Mineralstoffe im menschlichen Organismus dar, wo es sich zu über 95 Prozent in den Flüssigkeiten der Zellen verteilt. Dabei handelt es sich um einen essenziellen Mineralstoff, der nicht selbsttätig synthetisiert werden kann, sondern über die Ernährung aufgenommen werden muss. Nach der Aufnahme mit der Nahrung wird Kalium im Bereich des Dünndarms fast vollständig absorbiert und dem Körper zur Verfügung gestellt.

Bei einer täglichen bedarfsgerechten Zufuhr trägt Kalium unter anderem zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Aber auch zur normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks trägt Kalium im Körper bei, weshalb es ein fester Bestandteil einer ausgewogenen, nährstoffbewussten Ernährung sein sollte.

Kaliumbedarf

Die nachfolgende, übersichtliche Tabelle gibt die täglichen Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Kalium an. Dabei ist zu beachten, dass der individuelle Kaliumbedarf von den jeweiligen Lebensumständen abhängig ist und von Person zu Person variieren kann. Für die Berechnung der optimalen Zufuhr für Kinder kommt es dabei vor allem auf das Lebensalter an, wie die Tabelle zeigt.

Zufuhrempfehlungen der DGE für Kalium

Lebensabschnitt

Zufuhrempfehlungen (mg/d)

0 bis 4 Monate

400

4 bis 12 Monate

650

1 bis 4 Jahre

1000

4 bis 7 Jahre

1400

7 bis 10 Jahre

1600

10 bis 13 Jahre

1700

13 bis 15 Jahre

1900

ab 15 Jahre

2000

Kalium in Nahrungsmitteln

Kalium ist vor allem in weissen Bohnen (1300 mg pro 100 g), Linsen (800 mg / 100 g), Bananen (790 mg / 100 g), Spinat (640 mg / 100 g), Fisch (300 bis 400 mg / 100 g) und Fleisch (280 bis 350 mg / 100 g) enthalten. Aber auch Kartoffeln (450 mg / 100 g) enthalten viel Kalium. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Nährstoffgehalt durch verschiedene Zubereitungsmethoden, wie zum Beispiel das Kochen, vermindert werden kann, sodass der Kaliumanteil in den verwendeten Lebensmitteln sinkt. Weitere sehr kaliumhaltige Lebensmittel sind unter anderem Soja, Vollkornprodukte, Tee und Kaffee sowie bestimmte Mineralwässer.

Kaliummangel und -supplementierung

Faktoren wie Stress, einseitige Ernährung, übermässiger Kochsalz- und Alkohol-Konsum, können einen Kaliummangel zur Folge haben. Aber auch Verbrennungen und Verletzungen sowie Erkrankungen, die mit einem erhöhten Flüssigkeitsverlust einhergehen, können mögliche Ursachen von Kaliummangel sein.

Die Symptome eines Mangels sind in der Regel unspezifisch und äussern sich in Müdigkeit, Verstopfung, Schwindel, Muskelschwäche und einem verminderten Blutdruck. Menschen mit eingeschränkter Funktion der Nieren sollten Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Kalium unbedingt meiden, da der Mineralstoff einen entwässernden Effekt aufweist.

 

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