Gelatine

Was ist Gelatine?

Gelatine ist ein geruch- und farbloses Bindemittel aus dem tierischen Eiweiss Kollagen, das aus Bindegewebe gewonnen wird. In der EU werden rund 70 Prozent der Speisegelatine aus Schweineschwarte und 30 Prozent aus Tierknochen, -häuten und anderen Rohstoffen hergestellt. Neben Produkten vom Schwein werden vor allem auch Rinderbestandteile zur Produktion von Gelatine verwendet.

Für Vegetarier und Veganer stellen Produkte oder Medikamente, die mit Gelatine angereichert sind, oftmals ein ethisches Problem dar. Vegane Alternativen zur tierischen Speisegelatine sind Alginate aus Algen, Pektine aus Früchten und stärkehaltiges Guarkern- und Johannisbrotkernmehl. 

Verwendung von Gelatine

In der Lebensmittelverarbeitung wird Gelatine vor allem für kalte Speisen wie Gummibärchen oder Quarkzubereitungen benutzt. Für warme oder heisse Speisen ist Gelatine ungeeignet, da es seine strukturelle Stabilität bei Temperaturen um 30°C verliert.

Gelatine wurde früher häufig als Bestandteil von Impfstoffen verwendet, wobei es die häufigste Ursache für allergische Reaktionen und Komplikationen darstellte und deshalb vorsorglich aus den Impfstoffen entfernt wurde.

Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Ihrer Information, stellt keine produktbezogenen Aussagen dar und dient keinem werblichen Zweck. Unsere Beiträge werden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ständig aktualisiert.