AFA-Alge

Alternative Bezeichnungen: grüne Spanalge, blaugrüne Alge

Was ist die AFA-Alge?

Die blaugrüne AFA-Alge (Aphanizomenon flos-aquae) gehört wie die Spirulina platensis zu den Cyanobakterien. Obwohl sie daher zur Domäne der Bakterien zählt, ist sie dennoch in der Lage, Photosynthese zu betreiben, um mit Hilfe von Lichtenergie das Kohlendioxid der Luft in Sauerstoff umzuwandeln.

Anbau der AFA-Alge

Anders als die Spirulina platensis und die Chlorella vulgaris kann die AFA-Alge nicht unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet werden. Die AFA-Alge wird traditionell im Oberen Klamath-See im nordamerikanischen Oregon angebaut. Während der Blüte wird sie eingesammelt, gereinigt und gefriergetrocknet, wodurch die Nährstoffe grösstenteils erhalten bleiben. Aufgrund dieser natürlichen Produktion soll die AFA-Alge mehr Inhaltsstoffe enthalten als Spirulina- und Chlorella-Algen, die oftmals in künstlicher Aufzucht gedeihen. Allerdings können aufgrund der natürlichen Produktion höhere Mengen an Schwermetallen in der AFA-Alge enthalten sein und Verunreinigungen mit anderen Cyanobakterien stattfinden, die das leberschädigende Gift Microcystin bilden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deswegen vom regelmässigen Konsum der AFA-Alge ab.

Wirkung und Inhaltsstoffe der AFA-Alge

Die AFA-Alge findet vor allem als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver oder Tabletten ihren Einsatz. Der Verzehr soll vor Strahlen- und Cadmiumvergiftungen schützen. Für eine der AFA-Alge oft zugesprochene therapeutische Wirkung bei Patienten mit Hyperaktivität (ADHS) fehlen bisher allerdings stichhaltige wissenschaftliche Belege.
Die AFA-Alge ist mit 68 Prozent der Trockenmasse sehr proteinreich, wobei sie eine hohe Proteinverwertbarkeit aufweist, der menschliche Stoffwechsel die zahlreichen essentiellen Aminosäuren also besser aufnehmen und verwerten kann.
Des Weiteren wurden hohe Mengen essentieller Fettsäuren in der AFA-Alge nachgewiesen. So nehmen die zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure Linolsäure sowie die dreifach ungesättigte Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure, die beide ernährungsphysiologisch positiv zu bewerten sind, einen grossen Anteil in der Fettverteilung ein.
Ähnlich wie andere Algen weist auch die AFA-Alge u. a. einen hohen Gehalt an B-Vitaminen (Cobalamin/Vitamin B12, Pyridoxin/Vitamin B6, Riboflavin/Vitamin B2, Thiamin/Vitamin B1), Vitamin A und Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Selen auf.
Auch Chlorophyll ist in der AFA-Alge enthalten. Die Aufnahme von Chlorophyll kann die Leber bei der Entgiftung des Körpers unterstützen.