Vitamin D-Tropfen, Kapseln und Tabletten im Test.

Vitamin D-Präparate im Test

Tabletten, Tropfen, Kapseln - Welches Vitamin D3-Präparat ist das beste?

Fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt.[1][2] Eine suboptimale Versorgung bedeutet jedoch nicht, dass bei allen ein Vitamin D-Mangel vorliegt. Wurde eine Unterversorgung nachgewiesen, kann die Einnahme von Vitamin D-Präparaten eine sinnvolle Ergänzung sein.

Damit du bei der grossen Auswahl an Vitamin D-Produkten nicht den Überblick verlierst, haben wir einen detaillierten Vitamin D-Tabletten Test durchgeführt und unter zehn Nahrungsergänzungsmitteln den Vitamin D-Präparate Testsieger 2019 ermittelt!

Und für alle Eiligen bieten wir im nu3 Shop weitere Vitamin D-Produkte

Worin unterscheiden sich Vitamin D-Präparate?

Vitamin D gibt es als Tabletten, Kapseln und Tropfen.

Im Wesentlichen können Vitamin D-Präparate nach folgenden Merkmalen unterschieden werden:

  • Wirkstoff (Vitamin D2, Vitamin D3, veganes Vitamin D3)
  • Dosierung (200 bis 20.000 IE)
  • Inhaltsstoffe (Kombipräparat mit anderen Mikronährstoffen, Zusatzstoffe, Allergene)
  • Darreichungsform (Tropfen, Kapseln, Tabletten)
  • Zweck (Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel)

Je nach Art der Anwendung und Dosierung werden Vitamin D-Präparate zu Arznei- oder Nahrungsergänzungsmitteln gezählt. In unserem Vitamin D3-Test vergleichen wir ausschliesslich Nahrungsergänzungsmittel, welche in der Regel rezeptfrei in Apotheken, Drogerien und Online-Shops erhältlich sind. Bei verschreibungspflichtigen bzw. apothekenpflichtigen Vitamin D-Präparaten wie Vigantol (ehemals Vigantoletten) oder Dekristol handelt es sich um Arzneimittel, welche in unserem Vergleich nicht vertreten sind.

Übrigens: Vitamin D wird in Mikrogramm (µg) oder in Internationalen Einheiten (IE) angegeben. Die Internationale Einheit ist eine Masseinheit für medizinische Arzneimittel sowie Präparate und liefert Informationen über die Dosierung bzw. die Konzentration eines Stoffes. Demnach gibt diese Grösse an, wie viele Vitamin D-Einheiten in einem Produkt vorhanden sind.

Umrechnungen für Vitamin D-Präparate:

  • 1 µg Vitamin D3 ≙ 40 IE Vitamin D3
  • 1 IE Vitamin D3 ≙ 0,025 µg Vitamin D3

Welche Vitamin D-Präparate sind gut? Und welche Kriterien gilt es dabei zu beachten? Diese Fragen haben wir uns auch gestellt und in unserem Vitamin D-Präparate Test zehn Nahrungsergänzungsmittel namhafter Hersteller miteinander verglichen. Ein Vitamin D-Präparat hat dabei „sehr gut“ und drei weitere Präparate „gut“ abgeschnitten. Insgesamt konnten neun Platzierungen vergeben werden, wobei es zwei Drittplatzierte gibt.

Das Ranking der getesteten Vitamin D-Präparate:

  • Platz 1: nu3 Premium Vegan Vitamin D3 + K2
  • Platz 2: Dekristolvit D3K2
  • Platz 3: Cefavit D3 2.000 IE vegan sowie Nature Love Vitamin D3
  • Platz 4: Pure Encapsulations Vitamin D3 Liquid
  • Platz 5: Pure Encapsulations Vitamin D3 400 IE
  • Platz 6: Vitabay Vitamin D3 1.000 IE vegan
  • Platz 7: Burgerstein Vitamin D3 600 IE
  • Platz 8: taxofit Vitamin D3 1500 IE Depot
  • Platz 9: Doppelherz Vitamin D 1800 IE Extra

Wie die einzelnen Vitamin D-Präparate im Vergleich abgeschnitten und nach welchen Kriterien wir bewertet haben, kannst du in ausführlicher Form weiter unten nachlesen! Im Folgenden stellen wir dir unsere Vitamin D-Empfehlung genauer vor sowie die Vor- und Nachteile der Plätze 1 bis 3.

nu3 Premium Vitamin D + K2, Tropfen
Neu

nu3 Premium Vegan Vitamin D3 + K2, Tropfen, 30 ml
  • Veganes Vitamin D3 aus Flechten kombiniert mit Vitamin K2
  • Enthält 500 IE (12,5 µg) Vitamin D3 pro Tropfen
  • Flexible und einfache Dosierung dank Pipette
  • Hohe Bioverfügbarkeit dank in Öl gelöstem Vitamin D3
  • Ohne Zusatzstoffe, frei von Gluten, Laktose und Gelatine

 

Produktdetails
CHF 35.95
(CHF 119.83 / 100 ml)
Inkl. MwSt. / zzgl. Versandkosten

Ab einem Bestellwert von CHF 60.- versenden wir in die ganze Schweiz kostenlos. Bis CHF 60.- berechnen wir CHF 5.90 für Verpackung und Versand.

Bestes Vitamin D3-Präparat – Darum gewinnt nu3!

In unserem Vitamin D3-Präparate Test haben die Tropfen von nu3 sehr gut und im Vergleich zu den anderen Supplementen am besten abgeschnitten. Das nu3 Premium Vegan Vitamin D3 + K2 erreicht im Produktvergleich die höchste Punktzahl und überzeugt auf ganzer Linie. Auch im direkten Preisvergleich (gemessen am Preis pro Tagesdosis) liegt der Testsieger sehr weit vorne.

Das sind die Vorteile des Vitamin D3-Testsiegers:
Veganes Vitamin D3 aus Flechten
Nicht zu hoch dosiert
Flüssige Vitamin D-Form
Mit MCT-Öl aus Kokos
Mit Vitamin K2 (100 % MK7 all-trans)
Frei von Gelatine und ohne Zusatzstoffe

Platz 2: Dekristolvit D3K2 Tropfen

Vorteile von Dekristolvit:
Nicht zu hoch dosiert
Flüssige Vitamin D-Form
Mit MCT-Öl / Fett
Mit Vitamin K2 (MK7)
Frei von Gelatine
Nachteile von Dekristolvit:
Vitamin D3 aus Wollfett
Mit Antioxidationsmittel
Nicht Vegan

Platz 3: Cefavit D3 Kapseln

Vorteile von Cefavit:
Vitamin D3 aus Flechten
Kapsel-Form
Mit Sonnenblumenöl
Frei von Gelatine
Vegan
Nachteile von Cefavit:
Zu hoch dosiert
Ohne Vitamin K2
Mit Füllstoff

Kompletter Vergleich auf einen Blick

Den kompletten Vergleich mit allen Vitamin D-Präparaten sowie wichtigen Bewertungskriterien und weiteren Erklärungen zu unserem Punktbewertungsverfahren findest du hier in tabellarischer Form als PDF-Download!

Folgende Kriterien erwiesen sich bei unserer Entscheidung, welches Vitamin D-Präparat das Beste ist, als besonders wichtig:

  • Wirkstoff – veganes Vitamin D3 oder tierisches Vitamin D3
  • Kombinationspräparat – mit Vitamin K2 (100 % MK7 all-trans) zur Unterstützung der positiven Effekte von Vitamin D3
  • Bioverfügbarkeit – mit Öl bzw. Fett (für eine optimale Aufnahme und Verwertung von Vitamin D3 im Körper)
  • Dosierung – Höchstmengenempfehlung für Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D liegt bei 20 µg (800 IE)
  • Darreichungsform – flüssiges Vitamin D3 (für einen schnelleren Anstieg des Vitamin D-Spiegels)
  • Inhaltsstoffe – Reinheit des Produkts (ohne Zusatzstoffe sowie frei von Gluten, Laktose und Gelatine)
  • Vegan
  • Ergiebigkeit
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Bist du dir noch nicht sicher, welches Vitamin D-Präparat das Richtige für dich ist oder hast du mit Vitamin D bisher nur wenige Erfahrungen gemacht? Dann findest du im Folgenden ausführliche Erklärungen zu den wichtigsten Bewertungskriterien.

Wirkstoff

Die meisten Vitamin D-Präparate sind nicht vegan, da der Wirkstoff Cholecalciferol (Vitamin D3) überwiegend aus dem Wollwachs bzw. Wollfett von Schafen (Lanolin) gewonnen wird. Heutzutage ist es jedoch möglich, veganes Vitamin D3 aus einer bestimmten Flechtenart herzustellen. Flechten gehören nicht zur Gruppe der Pflanzen, sondern zu den Pilzen. Chemisch gesehen unterscheidet sich das in Flechten enthaltene Vitamin D3 nicht von dem tierischen Ursprungs. Zudem sind tierisches und veganes Vitamin D3 aus Flechten für unseren Körper gleich bioverfügbar.[3] So haben auch Veganer die Möglichkeit ihre Nährstoffversorgung durch eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D zu verbessern.

Erfahre weiter unten mehr über Vitamin D und seine unterschiedlichen Formen!

Vitamin D3 und Vitamin K2

Wenn es um den Knochenaufbau geht, arbeiten die beiden fettlöslichen Vitamine eng zusammen, denn Vitamin K trägt nicht nur zu einer normalen Blutgerinnung, sondern auch zur Erhaltung normaler Knochen bei.[10] Da bei der Einnahme von Vitamin D-Supplementen vermehrt Calcium über die Nahrung aufgenommen wird, benötigt unser Körper ausreichend Vitamin K2, um das zusätzliche Calcium richtig zu verwerten. Ausserdem verhindert Vitamin K2, dass Calcium dort eingelagert wird, wo es nicht erwünscht ist (z. B. in den Arterien).[11] Daher solltest du bei der regelmässigen Einnahme von Vitamin D immer auf die Kombination beider Vitamine achten!

Übrigens: Auch Magnesium und Vitamin D arbeiten eng zusammen. So ist Magnesium an der Synthese und Umwandlung von Vitamin D in die aktive Form beteiligt und Vitamin D fördert wiederum die Resorption von Magnesium.[12] Eine unzureichende Magnesium-Versorgung begünstigt daher auch einen Vitamin D-Mangel, weshalb auch immer der Magnesium-Status kontrolliert werden sollte. Erfahre hier, woran du einen Magnesiummangel erkennst!

Öl / Fett steigert die Bioverfügbarkeit von Vitamin D.

Bioverfügbarkeit

Ein wertiges Vitamin D-Produkt kombiniert nicht nur Vitamin D und K2, sondern enthält ausserdem ein Öl oder Fett, um die Aufnahme von Vitamin D im Körper zu verbessern. Einen weiteren Pluspunkt gibt es, wenn sich das enthaltene Öl aus mittelkettigen Fettsäuren zusammensetzt. Sogenannte MCT-Fette werden aus Kokosfett oder Palmkernöl gewonnen. Gegenüber pflanzlichen Speiseölen wie z. B. Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl ist ein MCT-Öl aus Kokos länger haltbar. Die Erklärung hierfür liegt in der unterschiedlichen Fettsäurezusammensetzung. Während die pflanzlichen Speiseöle einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aufweisen, besteht Kokosfett überwiegend aus gesättigten Fettsäuren, welche eine höhere Oxidationsstabilität besitzen, d. h. gesättigte Fettsäuren neigen weniger dazu mit Stoffen aus ihrer Umgebung wie z. B. Luftsauerstoff zu reagieren. Aus diesem Grund wird Kokosfett nicht so schnell ranzig wie andere Pflanzenöle.[13] Vor allem für Vitamin D-Tropfen ist ein MCT-Öl von Vorteil, um die Haltbarkeit sowie Stabilität zu garantieren und um auf den Einsatz von Antioxidationsmitteln zu verzichten.

Dosierung

Neben dem Wirkstoff ist es ebenfalls wichtig auf eine angemessene Dosierung von Vitamin D zu achten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sollten Nahrungsergänzungsmittel höchstens 20 Mikrogramm Vitamin D enthalten und höher dosierte Vitamin D-Präparate sind als Arzneimittel anzusehen.[4] Da es auf nationaler und europäischer Ebene keine verbindlich festgelegte Höchstmenge für Mikronährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln gibt, wird Vitamin D auch in hochdosierter Form eingesetzt.[4] Wie viel Vitamin D du benötigst, hängt von deinem individuellen Vitamin D-Spiegel im Blut ab.

Vitamin D Darreichungsformen: Tropfen, Tabletten, Kapseln.

Darreichungsform

Welche der drei beliebten Darreichungsformen ist die bessere Wahl? Vitamin D-Tropfen oder Tabletten oder Kapseln?

Vitamin D-Tropfen sind individuell dosierbar, leicht zu schlucken, für Kleinkinder geeignet und ausserdem sehr rein, d. h. sie enthalten wenig bis keine Zusatzstoffe. Bei Tropfen befindet sich das Vitamin bereits in öliger Lösung, wodurch unser Körper das Vitamin D optimal aufnehmen und verwerten kann. Studien haben gezeigt, dass flüssiges Vitamin D (in Öl gelöst) den Vitamin D-Spiegel schneller ansteigen lässt als andere Darreichungsformen.[5][6] Dagegen sind Vitamin D-Tropfen nicht so lange haltbar wie Kapseln oder Tabletten. Achte nach dem Öffnen daher auf das Mindesthaltbarkeitsdatum des Herstellers.

Vitamin D-Kapseln kommen ebenfalls so gut wie ohne Zusatzstoffe aus und sind damit reiner als Tabletten. Die Kapselhüllen bestehen entweder aus Cellulose oder Gelatine. Zudem ist die Vitamin D-Aufnahme aus Kapseln besser als bei Tabletten.[5] Im Gegensatz zur Tropfen-Form enthalten Hartkapseln jedoch kein in Öl gelöstes Vitamin D. Eine Sonderform von Vitamin D-Kapseln bilden die sogenannten Weichkapseln, bei denen es sich um fest verschlossene Kapseln mit Vitamin D-Öl oder -Gel handelt.

Vitamin D-Tabletten sind meistens preiswert und lange haltbar. Produktionsbedingt enthalten sie allerdings viele Zusatzstoffe und sind für viele Menschen schwer zu schlucken. Zusatzstoffe wie Magnesiumstearat[7], Eisenoxid[8] oder Titanoxid[9] gelten zwar als unbedenklich, mindern jedoch die Reinheit des Produkts. Des Weiteren fiel der Anstieg des Vitamin D-Spiegels bei der Einnahme von Vitamin D-Tabletten am geringsten aus.[5]

Unser Fazit: Vitamin D-Tropfen bieten die meisten Vorteile und stellen in unseren Augen damit die beste Form von Vitamin D-Präparaten dar.

Inhaltsstoffe

Je nach Darreichungsform enthalten die Präparate unterschiedlich viele Zusatzstoffe. Am besten ist es, wenn ein Vitamin D-Präparat möglichst ohne Zusatzstoffe auskommt und frei von häufig vorkommenden Allergenen wie Mais, Soja, Hefe, Erdnuss, Gluten und Laktose ist. Für Vegetarier und Veganer geeignete Supplemente enthalten ausserdem keine Gelatine oder andere Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs.

Ergiebigkeit und Preis

Da Vitamin D-Präparate oftmals über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, solltest du ein Produkt wählen, das möglichst lange reicht. Vitamin D-Tropfen haben eine hohe Ergiebigkeit und sind für die ganze Familie geeignet. Des Weiteren schneiden die meisten Vitamin D-Tropfen im direkten Preisvergleich (Preis pro Tagesdosis) am besten ab.

Vitamin D – auch das „Sonnenvitamin“ genannt – ist genau genommen kein Vitamin, da der Mensch in der Lage ist, Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht (UVB-Strahlen) aus körpereigenen Provitaminen in der Haut selbst zu bilden.[14][15] Laut Definition müssen Vitamine jedoch mit der Nahrung zugeführt werden, weil sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Die Sonderstellung des Sonnenvitamins beruht darauf, dass die Vitamin D-Synthese von ausreichendem Sonnenlicht und weiteren Faktoren abhängt, wodurch der Mensch seinen Vitamin D-Bedarf zusätzlich über geeignete Lebensmittel und/oder Vitamin D-Präparate abdecken muss.[15]

Wo ist der Unterschied zwischen Vitamin D, D2 und D3?

Vitamin D ist der übergeordnete Begriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, den Calciferolen. Zu den bekanntesten Vitamin D-Formen zählen Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol).[16] Häufig wird Vitamin D synonymhaft für Vitamin D3 verwendet, weil es physiologisch die wichtigste Form darstellt und in vielen Vitamin D-Präparaten enthalten ist. Zudem vermuten Wissenschaftler, dass Vitamin D3 besser verwertbar sei als Vitamin D2.[17] So haben Studien gezeigt, dass Vitamin D3 den Vitamin D-Wert im Blut wirksamer anhebt als Vitamin D2.[18][19]

 

Wofür ist Vitamin D gut?

Die Funktionen von Vitamin D in unserem Körper sind vielfältig. Das Sonnenvitamin hat eine grosse Bedeutung für den Knochenstoffwechsel, den Calciumhaushalt und das Immunsystem. Darüber hinaus ist Vitamin D an weiteren Stoffwechselvorgängen und der Bildung von Proteinen beteiligt.[15]

Vitamin D …

  • trägt zu einer normalen Aufnahme bzw. Verwertung von Calcium und Phosphor und zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei,
  • ist verantwortlich für die Erhaltung normaler Knochen, normaler Zähne, einer normalen Muskelfunktion sowie einer normalen Funktion des Immunsystems
  • und hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Die Sonne als Vitamin D-Quelle.

Vitamin D-Tagesbedarf: Wie viel Vitamin D pro Tag?

Bei regelmässiger Sonnenbestrahlung kann der menschliche Organismus etwa 80 bis 90 Prozent seines Vitamin D-Bedarfs über die körpereigene Synthese abdecken. Die restlichen 10 bis 20 Prozent nehmen wir über Vitamin D-haltige Lebensmittel auf.[20]

Je nach Breitengrad, Jahreszeit, Hauttyp und Alter kann die Vitamin D-Bildung von Mensch zu Mensch jedoch unterschiedlich ausfallen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) liegt der Schätzwert für die Vitamin D-Zufuhr – bei fehlender körpereigener Synthese – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei 20 Mikrogramm pro Tag.[21] Für Säuglinge bis zum 12. Monat wird ein Vitamin D-Bedarf von 10 Mikrogramm pro Tag angegeben.[22]

Die Einnahme von Vitamin D-Präparaten ist nur dann empfehlenswert, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und wenn eine gezielte Verbesserung der Versorgung weder durch die Ernährung noch durch die körpereigene Vitamin D-Bildung durch Sonnenbestrahlung (z. B. in den Wintermonaten) zu erreichen ist.[20]

 

Wie und wie viel Vitamin D nehme ich am besten ein?

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, benötigt unser Körper für eine optimale Aufnahme und Verwertung Fett als Transportmedium. Vitamin D-Supplemente solltest du daher am besten mit einer Mahlzeit kombiniert oder zusammen mit einem Löffel pflanzlichem Öl einnehmen. Gute Vitamin D-Präparate enthalten bereits in Öl gelöstes Vitamin D, was die Aufnahme verbessert.[5] Durch Fett bzw. Öl kann demnach die Bioverfügbarkeit von Vitamin D gesteigert werden.

Zu den gängigen und beliebten Darreichungsformen zählen Vitamin D-Tropfen, Vitamin D-Kapseln und Vitamin D-Tabletten. Bei hochdosierten Präparaten wird in vielen Fällen die Einnahme von einer Tablette, Kapsel oder einem Tropfen pro Tag oder Woche empfohlen. Diese Vitamin D-Präparate eignen sich gut für sogenannte Stoss- bzw. Anfangstherapien beispielsweise in den Wintermonaten. Für die Ergänzungs- bzw. Erhaltungstherapie, also für eine langfristige tägliche Dosis zur Vitamin D-Versorgung, reichen oftmals die mitteldosierten Präparate (400 bis 1.000 IE) aus. Welches Präparat das Richtige für dich ist und wie lange du es einnehmen sollst, besprichst du am besten mit einem Arzt.

Erfahre hier, was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Darreichungsformen sind!

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin D?

Die Auswahl an Lebensmitteln mit einem nennenswerten Vitamin D-Gehalt ist relativ begrenzt, so dass wir über die Nahrung täglich nur 2 bis 4 Mikrogramm (10-20 %) Vitamin D aufnehmen.[23] Vitamin D3 kommt dabei überwiegend in tierischen Nahrungsmitteln vor und Vitamin D2 ist in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Zu den Vitamin D-reichen Lebensmitteln zählen Leber, Fisch, Eier, Avocados und Pilze. Eine gute Quelle für Vitamin D sind ausserdem Milchprodukte wie Käse und Schlagsahne. Auch Speiseöle und Margarinen werden inzwischen mit dem wertvollen Vitamin angereichert.

Auf unserer Seite Vitamin D-Lebensmittel findest du weitere Informationen sowie eine Übersicht mit den besten Vitamin D-Quellen!

 

Wie kommt es zum Vitamin D-Mangel?

Niedrige Vitamin D-Werte entstehen meistens durch eine geringe körpereigene Vitamin D-Bildung. In den höher gelegenen Breiten (oberhalb des 35. Breitengrads bzw. nördlich von Kreta) nimmt die Intensität und Dauer an ausreichender UVB-Strahlung ab, wodurch die Vitamin D-Synthese von der Jahreszeit abhängig wird. So ist die körpereigene Bildung in Deutschland, das zwischen dem 47. und 55. Breitengrad liegt, nur von ca. März bis Oktober möglich. In diesen Monaten ist neben der Bedarfsdeckung auch die Auffüllung der Vitamin D-Speicher im Fett- und Muskelgewebe sehr wichtig.[24]

Beide Vorgänge können jedoch durch verschiedene äussere und individuelle Faktoren erschwert werden. Äussere Einflüsse wie eine starke Bewölkung, Sonnenscheindauer, Ozongehalt in der Luft oder Luftverschmutzung und individuelle Faktoren wie das Lebensalter, die Hautfarbe, das Sonnenschutzverhalten oder verschiedene Erkrankungen beeinträchtigen die Eigensynthese von Vitamin D.[24]

Zu den Risikogruppen für eine Vitamin D-Unterversorgung zählen Personen, die sich kaum bzw. gar nicht im Freien aufhalten (können), tagsüber im Büro oder Nachtschichten arbeiten sowie ihre Haut mit Sonnencreme dauerhaft schützen. Auch ältere Menschen gehören dazu, weil die Vitamin D-Bildung im Alter deutlich abnimmt. Darüber hinaus sollte in bestimmten Lebensphasen wie z. B. einer Schwangerschaft genügend Vitamin D aufgenommen werden.[24]

Um festzustellen, ob du von einem Vitamin D-Mangel betroffen bist, kannst du über deinen Hausarzt einen Bluttest machen lassen, bei dem dein Vitamin D-Status überprüft wird. Eine ausreichende Vitamin D-Versorgung besteht dann, wenn der 25(OH)D-Wert zwischen 50 und 75 Nanomol pro Liter liegt.[16] Falls zu wenig Vitamin D (< 30 nmol/l) in deinem Körper vorhanden sein sollte, empfiehlt es sich das Vitamin – in Absprache mit einem Arzt – durch entsprechende Vitamin D-Präparate zu supplementieren.

 

Wie viel Vitamin D ist gesund?

Zu einer Vitamin D-Überdosierung kann es in der Regel nur durch übermässig hohe Einnahmen von Vitamin D-Präparaten kommen. Eine Vitamin D-Überversorgung über die Nahrung oder intensive Sonnenbestrahlung ist dagegen nicht bekannt. Die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) abgleitete Tageshöchstmenge beschreibt die höchste chronische Gesamtzufuhr eines Nährstoffs (aus allen Quellen), bei der es als unwahrscheinlich bewertet wird, dass ein Risiko für schädliche Wirkungen auf die Gesundheit besteht.[25] Für Kinder ab 11 Jahren, Jugendliche und Erwachsene wird eine Tageshöchstmenge von 100 Mikrogramm Vitamin D empfohlen.[15]


Einzelnachweise und Anmerkungen: